Corona Update

Mit der am 24.04.2021 wirksam gewordenen, geänderten 12. BayIFSMV haben sich für  unser kirchliches Leben nur kleine Veränderungen ergeben.


1    Gottesdienste, Andachten, Kasualien 
Gottesdienste können in Präsenzgefeiert werden. Alle Personen tragen durchgehend FFP2-Masken – auch am Platz und im Freien (§ 6 Satz 1 Nr. 3). Ausnahmen siehe unter Nr. 1.2. und 1.4.
Die ELKB und die Katholische Kirche sind von der Anzeigepflicht für Gottesdienste ausgenommen, da sie der Staatskanzlei bereits ein Infektionsschutzkonzept für Gottesdienste (zuletzt am 21. Januar 2021) vorgelegt haben.
Bei Gottesdiensten, bei denen Besucherzahlen zu erwarten sind, die zur Auslastung der Kapazitäten führen, ist die Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung zulässig (§ 6 Satz 1 Nr. 7). 

1.1    Allgemeine Regeln 
Jeder Körperkontakt ist zu vermeiden.

Mindestabstand 1,5 m, auch beim Betreten und Verlassen der Kirche. Enge Emporen bzw. Emporen mit engen Aufgängen werden nicht genutzt.

FFP2-Maske während des gesamten Gottesdienstes.

Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und dem 15. Lebensjahr müssen nur eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) tragen (§ 1 Abs. 2 Satz 2).

Gesangbücher zum Mitlesen werden nur aufgelegt, wenn sichergestellt ist, dass sie nach der Benutzung 72 Stunden nicht zugänglich sind. 

Gottesdienstdauer unter einer Stunde ist nicht verpflichtend, aber bei örtlich starkem Infektionsgeschehen empfohlen.

Abendmahl im Gottesdienst wird als Wandelkommunion mit Mindestabstand 1,5 m ausgeteilt (nur wo das nicht kreuzungsfrei möglich ist, in gut organisierten Halbkreisen) (Anlage 2d).

Höchstgrenze an Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Für Gottesdienste im Freien wie im Inneren bestimmt sich die Höchstgrenze nach dem vorhandenen Platz bei Einhaltung des Mindestabstands. Es gelten die unten genannten Regeln. Es wird derzeit rechtlich nicht zwi-schen Gottesdiensten im Innenraum und im Freien unterschieden.

Gottesdienstproben mit Teams: Teams, die den Gottesdienst mitgestalten, dürfen für den Gottesdienst proben. 

1.2    Liturgisches Sprechen und Predigen ohne FFP2-Maske mit Mindestabstand 2 m (wo lautes Sprechen ohne Mikrofon nötig ist, weiterhin 4 m).

1.3    Musik im Gottesdienst: Gemeindegesang ist untersagt (§ 6 Satz 1 Nr. 4). 
Ein Liturg/eine Liturgin darf ebenso wie ein kleines Ensemble singen. 
Vokal- und Instrumentalensembles sind möglich, auch einzelne Mitglieder von Posaunenchören dürfen spielen. Rein anlassbezogene Proben des Ensembles für einen konkreten Gottesdiensteinsatz sind möglich. Regelmäßig wiederkehrende Proben finden nicht statt. 
Dabei muss ein Abstand zueinander und in alle Richtungen von 2 m eingehalten werden, womit sich die Obergrenze für Ensembles ergibt. Bei sehr großen Kirchen und Emporen darf trotz umfangreicherer Platzmöglichkeiten die Anzahl von zehn Personen pro Ensemble nicht überschritten werden.

1.4    Befreiung von FFP2-Masken-Pflicht
Wem aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer FFP2-Maske nicht möglich oder zumutbar ist, kann von der Trageverpflichtung befreit sein (§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2). Diese Befreiung muss durch eine ärztliche Bescheinigung belegt werden, ggf. unterschieden nach MNB und FFP2-Maske. Das Hausrecht erlaubt auch eine strengere Regelung als die staatliche Regelung zur Befreiung, d.h. im Zweifel sollte das Tra-gen verlangt werden, mindestens MNB.

1.5    Ausgangsbeschränkung bzw. Ausgangssperre und Gottesdienstbesuch
Trotz Ausgangsbeschränkungen (§ 2) gilt die Teilnahme an Gottesdiensten als triftiger Grund für das Verlassen der Wohnung (§ 2 Satz 2 Nr. 13).
Besteht in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt ein gegenüber dem Landesdurch-schnitt deutlich erhöhter Inzidenzwert an Neuinfektionen, muss die zuständige Kreisverwaltungsbehörde im Einvernehmen mit der zuständigen Regierung weitere (=verschärfende) Anordnungen treffen (§ 25). Dies geschieht über das Erlassen einer Allgemeinverfügung.

1.6     Für Gottesdienste mit Kindern und ihren Familien beachten Sie bitte das Rahmen-Hygieneschutzkonzept für Kindergottesdienste und die nun geltenden Verschärfungen.

1.7    Aussegnungen und Bestattungen
Bestattungen sind Gottesdienste, die in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geregelt sind. Für sie gilt nicht die Regelung für Veranstaltungen bei Todesfällen (bis zu 30 Personen) gemäß § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IfSG. 
Hier hat der Freistaat Bayern seine Regelungskompetenz für die Ausgestaltung von Gottesdiensten geltend gemacht (§ 28a Abs. 1 Nr. 10 IfSG).
Für Bestattungen gilt daher keine allgemeine Höchstzahl der Teilnehmenden.
Die Höchstzahl richtet sich individuell nach dem Infektionsschutzkonzept der Trägerin für ihren Friedhof mit den Gebäuden und im Freien .
Dies gilt nicht für die städtischen Friedhöfe in Dinkelsbühl und Weidelbach. Hier gilt weiterhin die Begrenzung auf 25 Personen.

Das Rundschreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 11. März 2021 weist darauf hin, dass nun für Bestattungen die Regeln für Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften nach §6 der 12. BayIfSMV entsprechend anzuwenden sind. Diese Regeln gelten somit für kirchliche und weltliche Bestattungen sowie auf kirchlichen und kommunalen Friedhöfen gleichermaßen.
Damit gelten für Bestattungen folgende Vorgaben:
 - In Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstteilnehmerzahl nach der Anzahl der vorhandenen
Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird.
 - Zwischen Personen, die nicht demselben Hausstand angehören, ist ein Mindestabstand von 1,5 m zu
wahren.
 -  Für die Besucher gilt FFP2-Maskenpflicht (Kinder zwischen 6 und 15 nur Mund-Nasen-Bedeckung).
 - Gemeindegesang ist untersagt.
 - Infektionsschutzkonzept:
 - Es liegt ein Infektionsschutzkonzept des Friedhofsträgers vor, das die Infektionsgefahren im Hinblick auf die örtlichen Traditionen und Gegebenheiten minimiert.
- Das Konzept kann die Höchstteilnehmerzahl im Hinblick auf die Gegebenheiten vor Ort auch im Freien einschränken.
- Bei Bestattungen, bei denen Teilnehmendenzahlen zu erwarten sind, die zur Auslastung der Kapazitäten führen, ist die Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung zulässig.

2 Krankenabendmahl, Begleitung Sterbender, 
Besuche zu Hause sowie in Alten- und Pflegeheimen
Seelsorgebesuche bei einsamen oder isoliert lebenden Gemeindegliedern sollen unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen als Priorität gelten. Viele alte Menschen belastet ihre Einsamkeit besonders. Krankenabendmahl ist bei Beachtung der Schutzmaßnahmen möglich. 

Spezielle Besuchs- und Schutzregelungen für Patienten und Bewohner (§ 9)
Beim Besuch im Krankenhaus (§ 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1) gilt Maskenpflicht und das Gebot, durchgehend den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.
Beim Besuch von vollstationären Einrichtungen der Pflege, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften, Altenheimen und Seniorenresidenzen gilt, dass jeder Bewohner und jede Bewohnerin täglich von höchstens einer Person besucht werden darf. Von dieser Beschränkung ausgenommen sind hauptamtliche Seelsorger*innen. Die Besucher*innen müssen über ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verfügen. Auf Verlangen muss dieses nachgewiesen werden. Jeder Besucher hat zu jeder Zeit innerhalb der Einrichtung eine FFP2-Maske zu tragen und nach Möglichkeit durchgängig den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten (§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1). 
In begründeten Fällen kann die Einrichtungsleitung ihr Hausrecht ausüben und den Zugang in die Einrichtung weiter einschränken.

Die Begleitung Sterbender ist jederzeit zulässig (§ 9 Abs. 3). 
Begleitung und Nähe sind jedoch nicht nur für Kranke und Sterbende wichtig. Einrichtungsleiter*innen, Seelsorger*innen und Fachreferent*innen haben daher gemeinsam einige Unterstützungsmöglichkeiten und Ideen entwickelt: 

3  Kirchenmusikalische Veranstaltungen und Proben 
Konzerte sind derzeit nicht möglich. Für Chöre und Bands gilt derzeit die allgemeine Ausgangsbeschränkung, d.h. es dürfen nur Angehörige desselben Hausstandes mit einer weiteren Person sowie zugehörigen Kindern bis einschließlich drei Jahren proben.  
Ausnahme: kleine Ensembles, die für konkrete Gottesdienste proben.